Boden und Bodenluft – Probenahme-Sachkundelehrgang

Eine bundesweit gültige Sachkunde ist zwingend erforderlich, wenn eine Probenahme von kontaminierten Böden sowie Altlastenverdachtsflächen vonnöten ist. Nach einer erfolgreich absolvierten Sachkunde-Schulung „Boden und Bodenluft – Probenahme“ qualifizieren Sie sich als geprüfter Sachkundiger für eine derartige Tätigkeit. Sämtliche Richtlinien und VDI-Normen händigen wir Ihnen nach dem Sachkundelehrgang aus. Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz in dieser Sachkunde-Schulung, die als Präsenz-, Online- und Inhouse-Schulung angeboten wird.

 

Termine Inhalte Wer braucht diese Sachkunde?

Probenahme Boden und Bodenluft

Kurzinfos zum Sachkundelehrgang Boden und Bodenluft

Dauer des Kurses: 1 Tag von ca. 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr

Kosten: 339,00 EUR (zzgl. 19% MwSt)

Materialien: werden vor Ort bereitgestellt

inkl. kleiner Mittagssnack und Getränke

Inhalte der Probenehmerschulung

Einführung in die wichtigsten Gesetze und Normen

  • BBodSchG1, BBodSchV2
  • DIN-Normen und VDI-Richtlinien
  • Richtlinien und Arbeitshilfen von LAGA, LABO, ITVA, BAM und OFD (u. a. die Arbeitshilfe Qualitätssicherung3 der LABO)

 

Probenahme bei kontaminierten Böden und Altlastenverdacht

  • Planung der Probenahme
  • Prüf- und Maßnahmenwerte für die verschiedenen Wirkungspfade und
    Nutzungen gemäß BBodSchV
  • Probenahmetechniken und Bodenaufschlussverfahren
  • Probenauswahl und -teilung
  • Bodenansprache und Protokollierung
  • Konservierung und Transport

 

Probenahme Bodenluft

  • Einsatzbereiche Bodenluftprobenahme
  • Prüfwerte Bodenluft
  • Errichtung von Bodenluftmessstellen
  • Bestimmung der Feldparameter
  • Bodenluftproben mit Entnahmen im Direkt- und Anreicherungsverfahren
  • Protokollierung

 

An wen richtet sich die Schulung für die Probenahme Boden und Bodenluft der Deutschen Umweltakademie?

Sie verfügen über ein solides Grundwissen in den Bereichen Bodenkunde, Chemie und Geologie und beschäftigen sich beruflich mit der Entnahme oder Analyse von Bodenproben? Dann sind Sie goldrichtig in unserem Kurs. Das Seminar für Bodenluftprobenahme beziehungsweise Bodenprobenahme richtet sich in erster Linie an Probenehmer und Mitarbeiter von akkreditierten Prüflabors und Ingenieurbüros. Auch Angestellte von Umweltämtern, Forschungsinstituten und Abfalldeponien können von unserem Lehrangebot profitieren.

 

Wozu die Schulung für die Probenahme Boden und Bodenluft?

Die Probenahmeverfahren im Bereich Boden und Bodenluft sind Konventionsverfahren. Analysen von Boden- oder Bodenluftproben lassen sich untereinander nur vergleichen, wenn die Beprobung exakt nach denselben Kriterien durchgeführt wurde. Darum ist es wichtig, dass Probenehmer ihre Kenntnisse regelmäßig auf den neuesten Stand bringen.

In unserem Kurs vermitteln Ihnen ausgewiesene Experten das aktuelle Fachwissen in verständlicher Form. Erfahrene Praktiker demonstrieren im darauf folgenden Praxistraining Boden und Bodenluft die Entnahme von Proben und deren korrekte Vorbehandlung. Angesichts des intensiven Programms versteht es sich von selbst, dass bei Ihnen im Kursverlauf Fragen aufkommen. Aus diesem Grund reservieren wir genügend Zeit für die Diskussion mit unseren Dozenten.

 

Große Bedeutung fachgerechter Probenahme

Der Boden ist Lebensgrundlage für Mensch und Tier und Bestandteil des Wasser- und Nährstoffkreislaufs. Deshalb kommt einer sachgerecht durchgeführten Probenahme bei Altlastenverdachtsfällen entscheidende Bedeutung zu. Denn nur wenn klar ist, ob eine schädliche Bodenveränderung vorliegt, können eventuelle Sanierungsschritte zum Schutz von Mensch und Umwelt eingeleitet werden.

Die Untersuchung von Altlastenverdachtsfällen erfolgt gemäß BBodSchV in zwei Schritten: Zunächst ist eine orientierende Untersuchung vorzunehmen, die dazu dient, den Verdacht zu erhärten. Ergibt die Analyse der dabei gewonnenen Bodenproben eine Prüfwertüberschreitung, erfolgt eine Detailuntersuchung. Diese soll Menge, Ausbreitung, räumliche Verteilung und Mobilisierbarkeit der Schadstoffe im Boden möglichst genau klären.

 

Lernen Sie alles Wesentliche über die Beprobung von kontaminierten Böden und Altlastenverdachtsflächen

Insbesondere bei Altablagerungen sind zusätzlich zu den Bodenproben oft Bodenluftproben zu entnehmen. Typische Einsatzbereiche für Bodenluftprobenahmen sind:

  • die Abklärung einer Explosionsgefahr durch Deponiegase
  • die Abklärung einer Erstickungsgefahr
  • die Abschätzung von Gesundheitsrisiken anhand der Untersuchung, ob bei der Bodenluft Grenzwerte überschritten werden
  • die Grobabgrenzung von Boden- und Grundwasserkontaminationen durch leichtflüchtige Stoffe

Wie Sie bei der Boden- und Bodenluftprobenahme vorgehen, worauf Sie achten müssen und wo die wichtigsten Fehlerquellen liegen, lernen Sie in unserer Schulung für die Probenahme Boden und Bodenluft.

 
 
Referenzen:

1) Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG)
2) Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV)
3) Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO): Arbeitshilfe