Im Dachdecker-Handwerk bestehen diverse Weiterbildungsmöglichkeiten. Sei es als zusätzliche Qualifizierung oder als Aufstiegsweiterbildung - entsprechende Seminare sind in jedem Fall vorhanden. Erfahren Sie mehr über die Bereiche Spezialisierung, Ausbidung, Gehalt und Verordnungen im Dachdecker-Handwerk.

 

Weiterbildung für Dachdecker

Ein Dach über dem Kopf braucht jeder! Wenn es um die Zukunftsfähigkeit des Dachdecker-Handwerks geht, müssen sich sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer keine Sorgen machen. Allerdings steigen die Anforderungen auch in diesem Berufszweig, sodass es oftmals unabdingbar ist, sich kontinuierlich mit den Möglichkeiten einer Weiterbildung für Dachdecker zu beschäftigen. Es gibt Weiterbildungsmöglichkeiten für Dachdecker als spezielle Qualifizierung für bestimmte Tätigkeiten und zur Erlangung eines höheren Berufsbildungsabschlusses – wie beispielsweise eine Weiterbildung zum Polier, Techniker oder zum Dachdeckermeister. Die Ausbildung zum Dachdecker und die Dachdecker-Weiterbildung als Techniker und Meister ist zudem eine gute Grundlage für ein Architektur- oder Bauingenieur-Studium. Wer dann eine leitende Tätigkeit innehat, sollte sich mit einem Projektmanagement- sowie Zeitmanagement-Seminar auseinandersetzen und es für sich nutzen.  

 

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Diverse Weiterbildungsmöglichkeiten für Dachdecker vorhanden

Warum eine gezielte Weiterbildung für Dachdecker so wichtig ist? Dies ist vor allem dem vielfältigen Aufgabenbereich geschuldet. Denn der Profi auf dem Dach muss sich unter anderem mit der Installation von Photovoltaikanlagen sowie mit Materialien und einer bestimmten Bautechnik auskennen, die zu einer hohen Energieeffizienz beitragen. Außerdem muss der Dachdecker die Vorschriften der Energieeinsparverordnung kennen und umsetzen. Abdichten und Wärmedämmung sind zentrale Themen im Dachdecker-Handwerk. Nur wer hier auf dem neuesten Entwicklungsstand ist, wird auch weiterhin Aufträge erhalten. Hinzu kommt, dass sich Dachdecker stets mit der Asbest-Thematik beschäftigen müssen. Mit dem gesundheitsgefährdenden Mineral dürfen nur diejenigen arbeiten, die eine entsprechende Qualifikation nachweisen können. Wer eine für Dachdecker notwendige Qualifizierung angehen möchte, wird bei der Deutschen Umweltakademie fündig. Beim erfahrenen Schulungspartner besteht die Möglichkeit, den „großen Asbestschein“ zu absolvieren, der zu sämtlichen Tätigkeiten im Asbest-Umfeld berechtigt.

 

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Dachdecker-Weiterbildung zum Techniker, Meister, Architekt oder Bauingenieur

Im Dachdecker-Handwerk sind Spezialisierungen und Aufstiegsmöglichkeiten zahlreich vertreten. Ob in der Fachrichtung Wand-, Dach- und Abdichtungstechnik oder Reetdachtechnik – es gilt, sich regelmäßig über sämtliche Entwicklungen in der Branche zu informieren, sich für spezielle Bereiche zu qualifizieren oder einfach Kenntnisse aufzufrischen. Wer in Sachen Fortbildung am Ball bleibt, legt den Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Eine Dachdecker-Weiterbildung zum Techniker, Dachdeckermeister oder ein Bauingenieur- und Architektur-Studium tragen in der Regel dazu bei, dass die Verantwortung im Beruf und das Gehalt steigt. Eine Weiterbildung macht sich für Dachdecker so oder so bezahlt.   

 

 

 

 

Spezialisierung

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Dachdecker: Spezialisierung

Bereits in der Ausbildung können Dachdecker eine Spezialisierung ihrer beruflichen Tätigkeiten vornehmen. Die angehenden Handwerker müssen sich entscheiden, ob sie künftig in der Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik oder in der Reetdachtechnik tätig sein wollen. Da bei diesen beiden Fachbereichen mit unterschiedlichen Materialien hantiert wird, dient eine solche Spezialisierung noch vor der Gesellenprüfung dazu, sich intensiver mit der Tätigkeit und der Vorgehensweise auseinanderzusetzen. Spezialisierungen können Dachdecker natürlich auch nach der Ausbildung auf den Weg bringen. Entscheiden sie sich für die Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik, zählen zwar Tätigkeiten wie das Dämmen von Dächern und Dachböden, das Einsetzen von Dachfenstern sowie die Montage von Solaranlagen zum allgemeinen Profil eines Dachdeckers dieser Fachrichtung, doch es besteht immer auch die Möglichkeit, tiefer in die jeweilige Materie einzusteigen und sich zu qualifizieren. 

 

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Dachdecker-Handwerk: Welche Spezialisierung passt zu mir?

In manchen Fällen ist eine Dachdecker-Spezialisierung rechtlich vorgegeben. Das Hantieren mit Asbest oder das Entsorgen dieses gesundheitsgefährdenden Minerals darf ausschließlich von geschulten Fachkräften vorgenommen werden. Sprich, eine Fachkunde oder Sachkunde ist Vorgabe, um sich im Asbest-Umfeld bewegen zu können. Liegt eine solche Qualifizierung nicht vor, machen sich die Handwerker nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS; in diesem Fall die TRGS 519), herausgegeben von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, strafbar. Möchten sich Dachdecker demnach rechtlich absichern und sich mehr Know-how für die Arbeit auf dem Dach mit Asbest aneignen, ist eine entsprechende Asbestschulung erforderlich. Nach dem Absolvieren des „großen Asbestscheins“ sind Dachdecker befähigt, sämtliche Tätigkeiten mit Asbestmaterialien auszuüben. So stellt die Asbest-Spezialisierung eine zusätzliche Qualifikation für Dachdecker dar.

Vielerlei Spezialisierungsmöglichkeiten für Dachdecker vorhanden

Erfolgt die Dachdecker-Spezialisierung in Richtung Reetdachtechnik stehen andere Tätigkeiten als bei der Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik an. Zwar geht es auch hier um die Dachdämmung, nur eben mit anderen Materialien. Eine weitere Spezialisierung im Dachdecker-Handwerk könnte die Denkmalpflege sein. Hierzu wäre eine Weiterbildung zum Techniker für Denkmalschutz erforderlich. Mithilfe eines Ausbildereignungsscheins, der für viele eine attraktive Zusatzqualifikation darstellt, dürfen gelernte Dachdecker angehende Handwerker in der Ausbildung betreuen.      


  

Gehalt
Gehalt

Gehalt Umweltbereich

Dachdecker: Gehalt  

Was ein Dachdecker an Gehalt bezieht, ist bundesweit in puncto durchschnittlicher Bruttolohn sehr unterschiedlich. Hier lässt sich nicht eindeutig bestimmen, wie es so häufig ist, dass man im Süden Deutschlands brutto mehr verdient als im Norden, Westen und Osten. Ein Dachdecker-Gehalt nach der Ausbildung fällt zwar in Bayern und Baden-Württemberg höher aus als in diversen anderen Regionen in Deutschland. Allerdings können Dachdecker-Gesellen in Sachen Gehalt in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen mit dem wirtschaftlich starken deutschen Süden mithalten. Das durchschnittliche Dachdecker-Gehalt in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg mit rund 3.200 Euro brutto ist auf ähnlichem Niveau. Während das Dachdecker-Gehalt in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen, Berlin und Saarland durchschnittlich zwischen 2.600 und 2.850 Euro deutlich geringer ausfällt.   

  

Dachdecker-Gehalt steigern durch Weiterbildung und Zusatzqualifikation

Wie es sich letztlich in allen Handwerksberufen darstellt, so wird auch im Dachdecker-Handwerk verfahren: Jede Weiterbildung – sei es zur Erweiterung der vorhandenen Kenntnisse in einem speziellen Bereich, eine zusätzliche Qualifikation beispielsweise durch ein Sachkunde-Zertifikat im Asbest-Bereich oder ein höherer Berufsbildungsabschluss als Meister respektive Dachdeckermeister, Fachleiter oder durch ein Studium – macht sich in den meisten Fällen bezahlt. Entwickelt man sich durch eine Fortbildung weiter oder übernimmt als Führungsposition Verantwortung – das Dachdecker-Gehalt wird mit Sicherheit höher ausfallen..

 

Richtlinien, Gesetze und Verordnungen

Gesetze Umweltbereich

Dachdecker: Richtlinien, Gesetze und Verordnungen

Für angehende Dachdecker regeln folgende Verordnungen und Gesetze die Ausbildungsinhalte: Die Dachdeckerausbildungsverordnung (DachAusV) ist die maßgebende Richtlinie herausgegeben vom Bundesministerium der Justiz und das Bundesamt für Justiz. Für ausgelernte Dachdecker gilt die Handwerksordnung als richtungsweisendes Gesetz, an dem sich alle Dachdeckerbetriebe zu orientieren haben. Hier wird für das Dachdecker-Handwerk und für andere Handwerksberufe alles ganz genau geregelt – letztlich auch die Ausbildung.

 

Ausbildung

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Dachdecker: Ausbildung

In der Regel wird eine Dachdecker-Ausbildung nach drei Jahren abgeschlossen. Jeder Schulabschluss macht es möglich, eine Ausbildung zum Dachdecker zu beginnen. Wer sich für den Dachdecker-Beruf entschieden hat, sollte keine Probleme haben, einen Betrieb zu finden, der entsprechende Ausbildungsplätze anbietet. Es kommt vor, dass angehende Dachdecker die Ausbildungsdauer verkürzen können, wenn die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife vorliegt. In solchen Fällen wird eine handwerkliche Ausbildung oftmals als Grundlage für ein Bauingenieur-Studium genutzt.

 

Inhalte einer Dachdecker-Ausbildung

Um eine Dachdecker-Ausbildung absolvieren zu können, sollte eine Schwindelfreiheit vorliegen. Arbeiten in großer Höhe sowie eine umfassende körperliche Belastbarkeit sind Grundvoraussetzungen dafür, um eine Ausbildung zum Dachdecker angehen zu können. Künftige Auszubildende sollten sich im Vorfeld ganz genau informieren, ob die eigene Belastbarkeit, Ausdauer, Körperkraft und Widerstandsfähigkeit ausreichen, um eine solche Lehrstelle antreten zu können. Der Beruf des Dachdeckers hat definitiv Zukunft, da stets Bedarf nach abgedichteten Dächern, optimaler Wärmedämmung und anderen energetischen Gebäudemaßnahmen bestehen, aber eine gute körperliche Konstitution muss einfach gegeben sein. Dachdecker in spe lernen unter anderem in der Ausbildung, wie sich Dachziegel, Dachplatten, Schiefer oder Schindeln auf Dachflächen eindecken lassen. Dächer sind nicht ausschließlich der Arbeitsort für Dachdecker: Auch das Bekleiden von Metallelementen, Verbundwerkstoffen und keramischen Platten auf Wandflächen zählen zum Betätigungsumfeld. Außerdem befassen sich Dachdecker mit Themen wie Dachaufbau, Wärmedämmung, Solaranlagen sowie Blitzschutzanlagen.

 

Dachdecker-Ausbildung: Gehalt und Ausblick

Wird während der Dachdecker-Ausbildung das Gehalt nach Tarif bezahlt, kann man die Höhe des Ausbildungsgehalts durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erfahren. Ist der Ausbildungsbetrieb nicht tariflich gebunden, regelt das Berufsbildungsgesetz (BBiG) gemäß §17 den Vergütungsanspruch und die Mindestvergütung. In diesem Paragraph ist genau aufführt, wie viel angehende Handwerker in der Dachdecker-Ausbildung an Gehalt in 2022 und 2023 erhalten. Fällt also bei jungen Menschen die Entscheidung pro Dachdecker-Ausbildung aus, haben die künftigen Gesellen gute Zukunftsaussichten, allerdings ist hier die körperliche Robustheit und Fitness ein wichtiges Thema.