Alles über Weiterbildungsmöglichkeiten für Fliesenleger, genauer gesagt Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, erfahren. Informieren Sie sich über die Themenbereiche Spezialisierung, Gehalt, Ausbildung sowie Richtlinien, Gesetze und Verordnungen.

 

Weiterbildung für Fliesenleger

Der Beruf des Fliesenlegers ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Wer sich jedoch beruflich weiterentwickeln und mehr Verantwortung übernehmen möchte, für diejenigen ist eine Fortbildung eine gute Gelegenheit, aktuelle Tätigkeiten bewerkstelligen zu können und die Karriereleiter nach oben zu gehen. Eine Weiterbildung für Fliesenleger könnte eine Qualifizierung für die Übernahme von Arbeiten in einem Asbest-Umfeld sein, indem beispielsweise in einem Seminar der kleine oder große Asbestschein absolviert wird. Wird eine leitende Tätigkeit im Fliesenleger-Handwerk als Vorarbeiter, Polier, Techniker oder Meister ins Visier genommen, geht es darum, gut vorbereitet die bevorstehenden Aufgaben angehen zu können. Hierbei ist es hilfreich, die nötigen Skills in einem Projektmanagement- und/oder Zeitmanagement-Seminar zu erlernen. 

 

 

Welche Weiterbildung als Fliesenleger passt zu mir?

Die Berufsbezeichnung ist gemeinhin als Fliesenleger bekannt. Nach einer erfolgreichen Gesellenprüfung ist die offizielle Bezeichnung jedoch: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger. Das bedeutet, dass der ausgebildete Fliesenleger – um zur Einfachheit halber bei der allgemein bekannten Berufsbezeichnung zu bleiben – in der Lage ist, neben Fliesen in allen erdenklichen Größen und Formen auch Platten und Mosaike auf Böden und an Wänden zu verlegen. Darüber hinaus kennt sich der Fliesenleger nach der Ausbildung mit den Themen Arbeitsschutz und Brandschutz aus, sodass für ihn allein in diesen Bereichen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten vorhanden sind. Eine Fortbildung zum Polier, zum Techniker – in Vollzeit oder berufsbegleitend – sowie die Fliesenlegermeister-Weiterbildung, die außerdem zum Führen eines Fachbetriebs berechtigt, stellen für diejenigen die optimale Weiterbildung für Fliesenleger dar, die beruflich vorankommen und aufsteigen wollen. 

 

Akademische Weiterbildung für Fliesenleger

Ist eine akademische Laufbahn im Handwerk von Interesse, gilt die Ausbildung zum Fliesenleger nach der Hochschulreife als erstklassige Basis für den Beruf des Bauingenieurs. Wer allerdings die Fortbildung zum Polier absolviert hat sowie entsprechende Berufserfahrung nachweisen kann und kein Abitur oder die Fachhochschulreife in der Tasche hat, kann trotzdem ein Studium im Bauingenieurwesen und zum Architekten beginnen. Welche Weiterbildung als Fliesenleger am effektivsten ist, kommt immer darauf an, in welche Richtung es beruflich gehen soll. Sei es die Fliesenleger-Weiterbildung zum Techniker, das Absolvieren von Meisterkursen, ein Projektmanagement-Kurs, ein Zeitmanagement-Seminar oder die Auffrischung der Asbest-Sachkunde – jede Weiterbildung ist für Fliesenleger und andere Handwerksberufe wichtig, sofern man sich gezielt fortbildet. Machen Sie sich mit dem Schulungsprogramm der Deutschen Umweltakademie vertraut und prüfen Sie, welche Schulungen für Sie infrage kommen. 

 

 

 

 

Spezialisierung

Fachqualifizierung Umweltbereich

Fliesenleger: Spezialisierung 

Aufgrund der Ausbildungsvielfalt, vor allem was die Materialien angeht, können Fliesenleger die eigene Spezialisierung gezielt vorantreiben. Da die offizielle Berufsbezeichnung Fliesen-, Platten- und Mosaikleger lautet, können sich Gesellen auch entsprechend auf verschiedene Fliesen, Platten und Mosaiksteine spezialisieren. Verlegen lassen sich vor allem Naturstein, Keramik und sogar Glas. Die Materialien sind eine Möglichkeit, die andere ist, sich auf Neubauten oder auf Altbausanierung zu konzentrieren. Zudem besteht die Möglichkeit, den Spezialisierungsfokus auf das Verlegen von Fliesen und Mosaiksteinen in Badezimmern, private und gewerbliche Küchen, in der Gastronomie, in Krankenhäusern oder in Schwimmbädern zu legen.  

 

Zeitmanagement lernen

 

Spezialisierung als Fliesenleger, Plattenleger, Mosaikleger vorantreiben

Fliesenleger, die ihre Spezialisierung voranbringen und sich in einem bestimmten Bereich etablieren wollen, finden bei der Deutschen Umweltakademie die passende Schulung zur gezielten Weiterbildung. Machen Sie sich beispielsweise unsere Asbestschulungen zunutze und erfahren Sie, welche Materialien asbesthaltig sein können und wie mit diesem gesundheitsgefährdenden Mineral fachgerecht umgegangen wird. Im Putz sowie in Spachtelmassen und Fliesenklebern kann Asbest enthalten sein. Lernen Sie im Seminar „Großer Asbestschein sowie in der Auffrischung der Asbest-Sachkunde nach TRGS 519 den ordnungsgemäßen Umgang mit asbesthaltigen Mineralien.  

  

Gehalt
Gehalt

Gehalt Umweltbereich

Fliesenleger: Gehalt 

Wie bei so vielen Berufen hängt auch das Fliesenleger-Gehalt von verschiedenen Faktoren ab. Und auch hier wird deutlich, dass sich sowohl eine Ausbildung als auch eine Weiterbildung im Fliesenleger-, Plattenleger- und Mosaikleger-Handwerk auszahlen. Eine Fortbildung macht sich nicht immer sofort im Geldbeutel bemerkbar, eine Weiterbildung trägt allerdings zur weiteren Qualifizierung und Spezialisierung bei. Folgende Parameter sind für das Gehalt eines Fliesenlegers ausschlaggebend: 

Standort: Das Fliesenleger-Gehalt in Bayern, unter anderem in München, ist beispielsweise höher als das Fliesenleger-Gehalt in NRW, in Hamburg und vor allem in Berlin. Das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt ist in der deutschen Hauptstadt und in anderen ostdeutschen Bundesländern niedriger als im Süden Deutschlands. Allein in Sachen Einstiegsgehalt liegen die deutschen Regionen zum Teil weit auseinander. Die Fliesen-, Platten- und Mosaikleger in Bayern verdienen im Schnitt 3.100 Euro brutto im Jahr, während die neuen Bundesländer ein Brutto-Jahresgehalt von durchschnittlich 1.800 Euro beziehen.

Aus- und Weiterbildung: Es besteht in jedem Fall die Möglichkeit, durch einen höheren Bildungsabschluss respektive durch Weiterbildung ein höheres Fliesenleger-Gehalt als nach der Ausbildung zu erhalten. Wird eine Fortbildung zum Polier, Techniker oder zum Fliesenlegermeister angepeilt, steigt das Gehalt. Nach erfolgreichem Abschluss eines Meisterkurses besteht zudem die Option, sich selbstständig zu machen. Diese qualifizierten Fliesenleger – selbstständig oder angestellt – können ein Gehalt von rund 4.000 Euro brutto im Monat erwarten. Folgt dann noch ein Studium im Bauingenieurwesen, kann das Gehalt um ein Vielfaches steigen – auch hier abhängig von einigen Faktoren. Mehr Infos zum Bauingenieur erhalten Sie hier.   

Leitende Tätigkeit mit Personalverantwortung: Eine Führungsposition wird mit einem höheren Gehalt entlohnt. 

Unternehmensgröße: Je größer das Unternehmen, umso höher das Fliesenleger-Gehalt. 

Branche: Da das Profil des Fliesenlegers breit angelegt ist, besteht die Chance, in verschiedenen Branchen tätig zu sein. Jede Handwerksbranche ist anders aufgestellt, sodass die Verdienstmöglichkeiten variieren. Hier ist zu empfehlen, im Vorfeld eine Art Gehaltsvergleich aufzustellen, um zu wissen, was im jeweiligen Bereich in puncto Gehalt zu erwarten ist. 

Fest steht: Mit einer hochwertigen Weiterbildung lässt sich das Fliesenleger-Gehalt deutlich steigern!

Richtlinien, Gesetze und Verordnungen

Gesetze Umweltbereich

Fliesenleger: Richtlinien, Gesetze und Verordnungen

Im Fliesenleger-Handwerk sind verschiedene Richtlinien, Gesetze und Verordnungen einzuhalten. Um beispielsweise den Arbeitsschutz auf Baustellen einzuhalten, müssen sich alle Beteiligten an der Baustellenverordnung orientieren. Hier wird unter anderem geregelt, wie die Planung der Ausführung des Bauvorhabens sowie die Koordinierung erfolgen muss. Außerdem werden die Pflichten der Arbeitgeber und sonstiger Personen sowie Ordnungswidrigkeiten und Strafvorschriften klar definiert. 

 

Gesetze und Verordnungen im Fliesenleger-Handwerk

Ein Gesetz, was die „Ausübung eines Handwerks und eines handwerksähnlichen Gewerbes“ genau definiert, ist die Handwerksordnung. Dieses Gesetz stellt in verschiedenen Abschnitten alle Bereiche des Handwerks, also auch des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegers, dar und ist Maßgabe für sämtliche handwerklichen Berufe. In der Handwerksordnung ist zudem klar geregelt, dass nur diejenigen sich selbstständig als Fliesenleger machen dürfen, die einen Meisterkurs absolvieren und eine Meisterprüfung erfolgreich ablegen. Und diese Meisterprüfung ist wiederum in der Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeisterverordnung (FPMMstrV) definiert. Diese Verordnung wurde im Jahre 2020 wieder eingeführt, um die Qualität im Fliesenleger-Handwerk aufrechtzuerhalten. In den Jahren zuvor bestand nämlich die Möglichkeit, einen Fliesenlegerbetrieb zu eröffnen, ohne dass ein entsprechender Berufsbildungsabschluss vorliegt. 

Orientieren sich alle Fliesenleger an den erwähnten Richtlinien, Gesetzen und Verordnungen, sind sie auf der sicheren Seite. 

Ausbildung

ausbildung umweltakademie

Fliesenleger: Ausbildung 

Letztlich ebnet jeder Schulabschluss den Weg zur dreijährigen Ausbildung zum Fliesenleger, genauer gesagt zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger. Abiturienten und diejenigen, die die Fachhochschulreife besitzen, nutzen eine Fliesenleger-Ausbildung als gute Basis für den Start ins Berufsleben sowie als Sprungbrett für die eigene akademische Laufbahn. Denn mit einer solchen Handwerker-Ausbildung sowie einer möglichen Weiterbildung zum Techniker und/oder Fliesenleger-Meister und einem anschließenden Architektur- oder Bauingenieur-Studium starten Absolventen gut gerüstet ins Berufsleben. 

 

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung zum Fliesenleger

Wer sich für eine Fliesenleger-Ausbildung interessiert, sollte körperlich fit, handwerkliches Geschick mitbringen, räumliches Vorstellungsvermögen besitzen und Freude daran haben, genau zu arbeiten. Bei den angehenden Fliesenlegern beträgt die Ausbildungsdauer in der Regel drei Jahre. Die Besonderheit bei dieser Lehre: Nach zwei Jahren ist es möglich, den Berufstitel des Ausbaufacharbeiters zu erhalten. Nach einer erfolgreichen Ausbildung darf man sich demnach offiziell Ausbaufacharbeiter und Fliesen-, Platten- und Mosaikleger nennen. Wie viel verdient man als Fliesenleger in der Ausbildung? Im ersten Lehrjahr startet man in etwa zwischen 570 und 600 Euro. Das Gehalt bewegt sich im zweiten Ausbildungsjahr oftmals zwischen 750 und 900 Euro und liegt im dritten Lehrjahr durchschnittlich zwischen 1.000 und 1.300 Euro. 

 

Fliesenleger-Ausbildung bietet gute berufliche Perspektive

Gut ausgebildete Handwerker werden immer gesucht. Die Fliesenleger-Ausbildung bietet eine erstklassige Grundlage, optimal vorbereitet ins Berufsleben einzusteigen. Und da es wie bereits berichtet diverse Weiterbildungsmöglichkeiten gibt, kann eine Ausbildung zum Fliesenleger auch als Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere genutzt werden. Ausbildungsplätze sind vielerorts ausreichend vorhanden.