Erfahren Sie alles Wichtige über Weiterbildungen für Maler und Lackierer. Hier erhalten Sie kompakte Informationen zu Ausbildungswegen, Aufgabenbereichen, Voraussetzungen und Verdienstmöglichkeiten. Außerdem finden Sie einen Überblick über gefragte Spezialisierungen, anerkannte Weiterbildungen und attraktive Karrierechancen im Maler- und Lackiererhandwerk.
Inhalt
Warum ist eine Weiterbildung für Maler und Lackierer interessant?
Mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Maler und Lackierer verfügen Sie über eine solide Grundlage für Tätigkeiten wie das Beschichten, Gestalten und Renovieren von Oberflächen, die Vorbereitung von Untergründen, den Einsatz moderner Farb- und Werkstofftechniken sowie die fachgerechte Ausführung von Innen- und Außenarbeiten. Um sich langfristig zu spezialisieren, verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen oder zusätzliche Karrierewege zu erschließen, lohnt sich eine gezielte Weiterbildung.
- Mehr Verantwortung: Fort- und Weiterbildungen qualifizieren für leitende Aufgaben im Maler- und Lackiererhandwerk, etwa als Vorarbeiter, Baustellenleiter oder Meister mit Personal- und Projektverantwortung.
- Attraktive Karrierechancen: Mit zusätzlichen Qualifikationen eröffnen sich Tätigkeiten in der Bauleitung, im Bereich Denkmalpflege, in der kreativen Gestaltung, in der energetischen Sanierung oder in Führungspositionen innerhalb von Fachbetrieben.
- Höheres Einkommen: Zusatzabschlüsse und Spezialisierungen erhöhen die Chancen auf ein überdurchschnittliches Einkommen und eröffnen gleichzeitig den Weg in die Selbstständigkeit mit einem eigenen Malerbetrieb.
- Zukunftssicherheit: Maler und Lackierer bleiben gefragt, da Themen wie nachhaltige Beschichtungssysteme, ökologische Farben, Fassadendämmung, gesundes Wohnen und energieeffiziente Sanierung immer wichtiger werden.
Maler und Lackierer: Gehalt
Das Einkommen von Malern und Lackierern liegt in Deutschland in der Regel zwischen 2.400 und 3.300 Euro brutto pro Monat. Die tatsächliche Höhe hängt von Region, Betriebsgröße, Tarifbindung und der persönlichen Berufserfahrung ab.
Wer zusätzliche Qualifikationen erwirbt und sich etwa in den Bereichen Farb- und Gestaltungstechniken, Wärmedämmverbundsysteme, Schadstoffsanierung, Restaurierung oder Bauleitung weiterbildet, erhöht seine Chancen auf ein überdurchschnittliches Einkommen. Auch eine Tätigkeit als Meister, Vorarbeiter oder die Selbstständigkeit mit einem eigenen Malerbetrieb eröffnet zusätzliche Karrierewege mit entsprechend höheren Verdienstmöglichkeiten.
Berufsbezogene Weiterbildung für Maler und Lackierer: Zukunftschancen in Gestaltung und nachhaltigem Bauen
Nach ihrer Ausbildung können sich Maler und Lackierer im Rahmen einer ein- bis zweijährigen Meisterschule zum Maler- und Lackierermeister weiterbilden. Diese Fortbildung vermittelt vertiefte Kenntnisse in Farb- und Gestaltungstechnik, Beschichtungs- und Oberflächentechnik, Bauleitung, Arbeitsorganisation sowie in Themen wie Energieeffizienz, Fassadendämmung und nachhaltigen Materialien. Mit dem Meistertitel eröffnen sich neue berufliche Perspektiven – etwa in leitender Funktion, als Ausbilder oder in der Selbstständigkeit mit einem eigenen Malerbetrieb. Die Gesamtkosten für Lehrgang, Prüfungen und Lernmittel liegen meist zwischen 4.000 und 6.000 Euro.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung besteht zudem die Möglichkeit, ein Bachelorstudium aufzunehmen – zum Beispiel in Architektur, Bauingenieurwesen, Restaurierungswissenschaften oder Baubetriebswirtschaft. Ein sechs- bis siebensemestriges Studium vertieft das Wissen in Bereichen wie Projektmanagement, Baustellenorganisation, nachhaltigem Bauen, Bauphysik oder Unternehmensführung. An staatlichen Hochschulen fallen üblicherweise Semesterbeiträge zwischen 100 und 300 Euro an, während private Anbieter höhere Gebühren erheben. Fördermöglichkeiten bestehen unter anderem über Aufstiegs-BAföG oder Stipendienprogramme.
Spezialisierungen für Maler und Lackierer
Maler und Lackierer können durch gezielte Spezialisierungen ihr berufliches Profil erweitern und sich für besonders gefragte Tätigkeitsfelder qualifizieren.
- Farb- und Gestaltungstechniken: Vertiefung in kreativen Beschichtungs-, Spachtel- und Dekorationstechniken – gefragt im hochwertigen Innenausbau und in der individuellen Raumgestaltung.
- Fassaden- und Dämmtechnik: Weiterbildung in Wärmedämmverbundsystemen (WDVS), Fassadenschutz und energieeffizienten Lösungen – ein zunehmend bedeutendes Aufgabenfeld.
- Schadstoff- und Schimmelsanierung: Spezialisierung auf den sicheren Umgang mit Schadstoffen, Sanierungsverfahren und den Schutz der Bausubstanz – wichtig im Renovierungs- und Sanierungssektor.
- Denkmalpflege und Restaurierung: Vertiefte Kenntnisse zu historischen Techniken, traditionellen Materialien und der fachgerechten Instandsetzung alter Gebäude.
- Nachhaltige Materialien: Qualifizierung im Einsatz ökologischer Farben, emissionsarmer Produkte und ressourcenschonender Verfahren – besonders relevant beim nachhaltigen Bauen und gesunden Wohnen.
Zusatzqualifikationen – Ihr Schlüssel zum nächsten Karriereschritt
Die Ausbildung zum Maler und Lackierer bildet ein solides Fundament für den Einstieg in ein vielseitiges Handwerk, das Präzision, Gestaltung und moderne Technik miteinander verbindet. Aufbauende Spezialisierungen und praxisorientierte Zusatzqualifikationen ermöglichen es, das eigene Fachprofil gezielt zu erweitern, mehr Verantwortung zu übernehmen und die beruflichen Perspektiven langfristig zu verbessern. Besonders Zertifikate genießen in der Praxis hohes Ansehen, da sie aktuelles Fachwissen vermitteln und direkt im Arbeitsalltag angewendet werden – ein klarer Vorteil für Arbeitgeber und für die persönliche Karriereentwicklung.
Ihre Optionen als Maler und Lackierer:
Kleiner Asbestschein
Bei vielen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten ist der kleine Asbestschein nach TRGS 519 unverzichtbar. Er bestätigt die Fachkenntnisse im sicheren Umgang mit asbesthaltigen Materialien und sorgt für Rechtssicherheit bei Arbeiten in potenziell belasteten Bereichen.
➡ Eine Qualifikation, die häufig Voraussetzung für verantwortungsvolle Tätigkeiten auf Baustellen ist.
Großer Asbestschein
Das umfangreiche Sachkunde-Zertifikat berechtigt zur Durchführung komplexer Asbestarbeiten wie Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. Für Fachkräfte in leitenden Funktionen – zum Beispiel in der Bauleitung oder Schadstoffsanierung – ist dieser Nachweis besonders relevant.
➡ Ein entscheidender Qualifikationsnachweis für Führungsaufgaben im Sanierungsbereich.
Ersatzbaustoffverordnung (EBV) – Grundlagenkurs
Dieser Kurs vermittelt praxisnahes Wissen über mineralische Ersatzbaustoffe und die Anforderungen der Mantelverordnung. Behandelt werden u. a. Qualitätssicherung, Probenahme, Analytik und rechtliche Rahmenbedingungen. Für Maler und Lackierer ist dieser Kurs vor allem im Zusammenhang mit nachhaltigen Bauweisen, Fassadensanierung und Materialkunde relevant.
➡ Eine Zusatzqualifikation, die Know-how im ressourcenschonenden und nachhaltigen Bauen erweitert.
PFAS-Schulung – Unsichtbare Gefahren erkennen
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) gehören zu den zentralen Herausforderungen im Umwelt- und Gesundheitsschutz. Die Schulung vermittelt, wie Belastungen erkannt und geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung umgesetzt werden können – z. B. bei Altbeschichtungen, Bodenbelägen oder Fassaden.
➡ Eine Qualifikation für ein zukunftsrelevantes Themenfeld im Arbeitsschutz und in der Gebäudesanierung.
Gesetze, Richtlinien und Verordnungen für Maler und Lackierer
Für Maler und Lackierer bilden gesetzliche Vorgaben und technische Regelwerke eine zentrale Grundlage ihrer täglichen Arbeit – insbesondere in Bezug auf Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Umweltschutz und die fachgerechte Ausführung von Beschichtungen und Sanierungsarbeiten. Zu den wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen zählen die Bauordnungen der Länder, die Baustellenverordnung (BaustellV) sowie die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS), die sichere Arbeitsprozesse und Arbeitsplätze auf Baustellen definieren.
Darüber hinaus sind Vorschriften wie die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und technische Regeln wie die TRGS 519 für den Umgang mit asbesthaltigen Materialien von zentraler Bedeutung. Ergänzt werden diese Vorgaben durch Normen und Richtlinien – etwa die DIN-Normen für Beschichtungsstoffe und Untergrundprüfung, die DIN 18363 (VOB/C) für Maler- und Lackierarbeiten oder Managementsysteme nach ISO 9001 und ISO 14001 –, die Qualität, Nachhaltigkeit und rechtssichere Abläufe sicherstellen.
Diese Regelwerke sind in der Praxis unverzichtbar, um Maler-, Beschichtungs- und Sanierungsarbeiten sicher, fachgerecht und umweltgerecht auszuführen. Sie helfen dabei, Risiken zu minimieren, Gesundheits- und Hygienestandards einzuhalten und den Schutz von Menschen, Gebäuden und Umwelt dauerhaft zu gewährleisten.
Maler und Lackierer: Ausbildung
Die Ausbildung zum Maler und Lackierer ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im dualen System und dauert in der Regel drei Jahre. Sie findet sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule statt. Häufig wird ein Hauptschulabschluss erwartet, in vielen Betrieben auch ein mittlerer Schulabschluss.
Inhalte: Die Ausbildung vermittelt umfassende Kenntnisse in den Bereichen Beschichtungs-, Farb- und Lackiertechnik, Untergrundvorbehandlung, Gestaltungs- und Kreativtechniken sowie Bau- und Werkstoffkunde. Weitere Schwerpunkte sind Fassadenschutz, Wärmedämmverbundsysteme (WDVS), Instandhaltung von Gebäuden, der sichere Umgang mit Werkzeugen und Maschinen sowie Arbeitssicherheit. Auch der Einsatz nachhaltiger Materialien, ökologische Farbsysteme und die fachgerechte Dokumentation der Arbeitsprozesse gehören zu den Ausbildungsinhalten.
Perspektiven: Nach erfolgreichem Abschluss eröffnen sich vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten – etwa in Maler- und Lackiererbetrieben, im Ausbauhandwerk, bei Sanierungs- und Renovierungsfirmen oder im Bereich der Denkmalpflege. Die Ausbildung bildet zudem eine solide Grundlage für Weiterbildungen, zum Beispiel zum Maler- und Lackierermeister, für Spezialisierungen in Restaurierung, Fassadentechnik oder kreativer Gestaltung sowie für ein weiterführendes Studium wie Architektur, Restaurierungswissenschaften oder Baubetriebswirtschaft.
Schulungen, die für Maler und Lackierer interessant sind:
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- 17.04.2026 (Online)
- 08.09.2026 (Online)
- 16.11.2026 (Online)
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- 08.07.2026 (München)
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- 24.04.2026 (Online)
- 22.05.2026 (Online)
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- 05.05.2026 (Hamburg)
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- 13.04.2026 (Online)
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- 16.09.2026 (Online)
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- 28.04.2026 (Online)
- 02.06.2026 (Online)
- 13.10.2026 (Online)
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- 18.03.2026 (München)
- 28.04.2026 (Reinbek (bei Hamburg))
- 18.06.2026 (Düsseldorf Kaarst)
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- 11.09.2026 (Online)
Häufige Fragen und Antworten
Maler und Lackierer/innen gestalten und schützen Innen- und Außenflächen von Gebäuden. Sie bereiten Untergründe vor, streichen, lackieren, tapezieren oder beschichten Wände, Decken, Fassaden und Bauteile. Zusätzlich führen sie Schutz- und Instandhaltungsarbeiten aus, um Oberflächen dauerhaft zu erhalten.
Maler und Lackierer/innen arbeiten vor allem in Handwerksbetrieben, bei Bau- und Sanierungsfirmen oder im Bereich der Gebäudeinstandhaltung. Einsatzorte sind private Wohnräume, öffentliche Gebäude, Industriehallen oder Fassaden im Neubau und bei Renovierungsprojekten.
Für den Beruf ist in der Regel eine abgeschlossene Ausbildung zum Maler und Lackierer erforderlich. Wichtige Voraussetzungen sind handwerkliches Geschick, Sorgfalt, Farb- und Formgefühl sowie Kenntnisse über Materialien, Beschichtungen und Arbeitsschutz. Körperliche Belastbarkeit und ein sauberes, genaues Arbeiten sind ebenfalls wichtig.