Möglichkeiten zur Standorterfassung von Haufwerken

Die korrekte Standorterfassung für Haufwerke, die nach LAGA PN 98 beprobt werden, ist vor allem für das Ausfüllen des Probenahmeprotokolls wichtig. Hierbei muss so genau wie möglich angegeben werden, wo sich das Haufwerk befindet, um die Überprüfbarkeit zu gewährleisten.

Wir zeigen Ihnen hier drei unterschiedliche Möglichkeiten:

1. Standorterfassung mit einem GPS-Gerät

GPS-Gerät

Das Hauptziel eines GPS-Geräts besteht darin, die aktuelle geografische Position (Breitengrad, Längengrad und Höhe über dem Meeresspiegel) des Nutzers zu ermitteln.

Viele GPS-Geräte sind mit digitalen Karten ausgestattet und können den aktuellen Standort auf einer Karte anzeigen. Einige Modelle bieten auch die Möglichkeit, topografische Karten, Straßenkarten und andere Kartentypen anzuzeigen.

GPS-Geräte ermöglichen es Nutzern, Wegpunkte (markante Punkte auf der Karte) und Tracks (aufgezeichnete Bewegungspfade) zu erstellen und zu speichern. Auch in der Landvermessung und Kartierung werden GPS-Geräte verwendet, um präzise geografische Daten zu sammeln und zu kartieren.

Worauf Sie achten sollten:

  1. Genauigkeit: Stellen Sie sicher, dass Ihr GPS-Gerät über eine hohe Genauigkeit verfügt. Das ist vor allem bei Vermessungszwecken und dem Wiederfinden des Haufwerkes wichtig.

  2. Bildschirmgröße und Bedienung: Vor alleim bei der Nutzung unterwegs ist es wichtig, dass der Bildschrm groß genug ist, damit Sie etwas ablesen können. Auch eine einfache Bedienung ist sinnvoll.

  3. Karten und Kartenerweiterungen: Überprüfen Sie im Voraus, ob das GPS-Gerät Karten für Ihre Regionen unterstützt. Einige Modelle ermöglichen den Download zusätzlicher Karten oder bieten erweiterbare Speichermöglichkeiten.

  4. Batterielaufzeit: Die Batterielaufzeit ist wichtig, vor allem wenn Sie eine längere Zeit unterwegs sind und keine Möglichkeit zum Aufladen haben. Ob Batterien oder ein Akku-Gerät sinnvoller sind, klären wir hier.

  5. Konnektivität: Es könnte sinnvoll sein, wenn Ihr GPS-Gerät mit einer drahtlosen Verbindung wie Bluetooth oder WLAN benötigen, damit Sie Daten mit anderen Geräten teilen oder Software-Updates durchzuführen können.

  6. Wasserdichtigkeit und Robustheit: Für den Einsatz Außerhalb ist es ratsam, wenn das GPS-Gerät witterungsfest ist und vor allem auch robust.

  7. Speicher und Datenspeicherung: Manchmal kann es geschickt sein, wenn das GPS-Gerät über eine extra Speichermöglichkeit verfügt. Manche Modelle können mit einer Speicherkarte genutzt werden.

  8. Zubehör und Zusatzfunktionen: Berücksichtigen Sie mögliche Zubehörteile wie Halterungen, Schutztaschen oder Herzfrequenzsensoren, je nach Ihren Bedürfnissen. 

  9. Marken und Modelle: Recherchieren Sie verschiedene Marken und Modelle, lesen Sie Bewertungen und Vergleiche, damit Sie das beste GPS-Gerät für Ihre Anforderungen und Ihr Budget finden. » Einen Überblick finden Sie hier.

Was ist besser: Batteriebetrieb oder Akkubetrieb?

Die Entscheidung zwischen einem GPS-Gerät mit Batterie oder mit Akku hängt von verschiedenen Faktoren und persönlichen Vorlieben ab. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile:

GPS-Gerät mit Batterie:

  • Vorteile:
    • oft längere Batterielaufzeit im Vergleich zu Akkus.
    • Einfacher Austausch 
    • Batterien sind meist leichter als Akkus, was das Gesamtgewicht des Geräts reduziert.
  • Nachteile:
    • Batterien müssen immer wieder ausgetauscht werden, was teurer sein kann.
    • Wenig umweltfreundlich

GPS-Gerät mit Akku:

  • Vorteile:
    • Wiederaufladbar
    • Umweltfreundlicher
    • In der Regel eine gute Laufzeit, besonders bei hochwertigen Geräten.
  • Nachteile:
    • Auflademöglichkeiten sind unterwegs oft nicht gegeben
    • Die Akkulaufzeit kann im Laufe der Zeit abnehmen.

Fazit:

Die Wahl hängt davon ab, wie Sie Ihr GPS-Gerät verwenden werden. Wenn Sie vorhaben, es für längere Aktivitäten zu nutzen, bei denen der Zugang zur Stromversorgung begrenzt ist, könnte ein GPS-Gerät mit langer Batterielaufzeit eine bessere Wahl sein. Wenn Sie es hauptsächlich für kürzere Aufträge oder regelmäßig verwenden und die Umweltauswirkungen minimieren möchten, könnte ein GPS-Gerät mit Akku die bessere Option sein. Qualität, Marke und Modell des Geräts spielen ebenfalls eine Rolle bei der Entscheidung. Stellen Sie sicher, die Spezifikationen und Bewertungen der verfügbaren Geräte zu prüfen, um die beste Wahl für Ihre Bedürfnisse zu treffen.

2. Standorterfassung mit dem Handy

Für die Standorterfassung mit dem Handy kann man unterschiedlich vorgehen. Zum einen ist es möglich, durch Google-Maps den Standort mit den genauen GPS-Koordinaten zu bestimmen. Zum anderen kann man die GPS-Koordinaten aber auch von einem Foto ablesen.

Wie genau beides Funktioniert, erklären wir hier.

Bestimmung mit Google-Maps:

Hierzu öffnen Sie auf Ihrem Smartphone die Google-Maps App. Dann können Sie ganz einfach den Standpunkt durch langes klicken auswählen und es erscheinen die genauen Standortinformationen. Unter anderem auch die GPS-Koordinaten. Diese können Sie dann in das Probenahmeprotokoll übernehmen.

Bestimmung per Foto:

Zur Bestimmung des Standortes durch ein Foto können Sie ganz leicht die GPS-Koordinaten aus Ihrem Handy ablesen- ACHTUNG: Sie müssen hierzu in Ihren Einstellungen die Funktion aktiviert haben, dass diese Daten beim Machen von Fotos mit erfasst werden.
 
Sie gehen hierbei auf das Foto, welches am direkten Standort des Haufwerks gemacht wurde und klicken auf das kleine „i“. Dort finden Sie die GPS-Koordinaten, die Sie beim Standort dann eintragen können.
 
Die GPS-Koordinaten sollten nach DG (Dezimalgrad) oder GMS (Grad, Minuten, Sekunden) angegeben sein:
Bspw.: DG (Dezimalgrad): 41.40338, 2.17403 oder GMS (Grad, Minuten und Sekunden): 41°24’12.2″N 2°10’26.5″E.

3. Standorterfassung mit einem Lageplan

Wenn keine digitale Erfassung des Standortes möglich ist, gibt es auch die Möglichkeit einen Lageplan zu zeichnen. Hier ist es besonders wichtig, alle unveränderbaren Details genau festzuhalten.

Die genaue Gestaltung eines Lageplans kann sich nach den Anforderungen und Standards Ihres Projekts oder Ihrer Organisation unterscheiden. Es ist wichtig sicherzustellen, dass der Lageplan alle erforderlichen Informationen enthält und genügend Details bietet, um den Standort eindeutig wieder zu erkennen.

So könnte ein Lageplan aussehen:

lageplan
Was Sie beachten sollten:
  1. Maßstab des Lageplans: Der Lageplan sollte einen klaren Maßstab haben.
  2. Norden: Eine Pfeilmarkierung enthalten, die die Richtung Norden anzeigt, hilft dabei, die Ausrichtung des Standorts und die Position anderer Objekte in Bezug auf den geografischen Norden zu verstehen.
  3. Legende: Eine Legende oder ein Schlüssel ist besonders wichtig, wenn Symbole oder Abkürzungen verwendet werden.
  4. Bezugspunkte: Der Lageplan sollte bekannte Bezugspunkte oder Geländemerkmale enthalten, die zur Orientierung verwendet werden können. Dies können Straßen, Gebäude, Flüsse oder andere auffällige Objekte sein.
  5. Koordinaten: Falls verfügbar, können geografische Koordinaten (Längen- und Breitengrade) in den Lageplan eingetragen werden, um den Standort genauer zu bestimmen.
  6. Objekte und Markierungen: Zeigen Sie den Standort des Haufwerks auf dem Lageplan an, indem Sie klare Symbole oder Markierungen anderer Objekte nutzen.
  7. Aktualität: Stellen Sie sicher, dass der Lageplan aktuell ist und alle relevanten Änderungen oder Entwicklungen am Standort berücksichtigt.
  8. Kontrolle und Überprüfung: Nach der Erstellung des Lageplans sollten Sie sicherstellen, dass er korrekt und vollständig ist. Hier kann eine zweite Person helfen.

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