Weiterbildung für Abfallbeauftragte

Um das Wissen in Bereichen wie Entsorgung, Abfallrecht, Umweltschutz und diversen anderen Abfallthemen zu vertiefen, ist eine gezielte Weiterbildung für Abfallbeauftragte enorm wichtig. Erfahren Sie hier alles über Spezialisierung, Ausbildung, Gehalt und Verordnungen für Abfallbeauftragte. 

 

Weiterbildung für Abfallbeauftragte

Es gibt die Weiterbildung zum Abfallbeauftragten und es gibt die Weiterbildung für Abfallbeauftragte. Dieser Beruf ist kein klassischer Ausbildungsberuf im dualen System. Der Zugang erfolgt entweder über das Absolvieren einer etwaigen Qualifizierungsschulung oder durch die Ernennung eines Unternehmens oder einer Institution. Als Grundlage für die Bestellung zum Abfallbeauftragten beziehungsweise zum Betriebsbeauftragten für Abfall wird in der Regel eine entsprechende Vorbildung in den Bereichen Entsorgung, Versorgung, Umweltschutz oder auch ein Umwelttechnik-Studium erwartet. Gehen Abfallbeauftragte dieser Tätigkeit bereits nach, haben sie die Möglichkeit, das eigene Know-how mithilfe einer Fortbildung auf den neuesten Stand zu bringen, Wissen aufzufrischen oder sich aktuelle Entwicklungen im Abfallrecht, Arbeitsschutz sowie in den Bereichen Gefahrgut, Sondermüll und Probenahme anzueignen.

 

Berufliche Weiterbildung in der Abfallwirtschaft

Abfallbeauftragte kümmern sich in erster Linie in Betrieben um die vorschriftsmäßige Abfallbehandlung. Beim Abfall jedweder Form geht es darum, wie gefährliche Abfälle kontrollierbar bleiben und wie damit unter Einhaltung umwelt- und abfallrechtlicher Vorgaben umzugehen ist. Eine Weiterbildung für Abfallbeauftragte kann eine fachgerechte Probenahme fester Bodenabfälle sein: Das Seminar „LAGA PN 98“ ist an unserer Akademie als Online- oder Präsenzveranstaltung in diversen Städten Deutschlands buchbar. Die Erlangung des Sachkunde-Zertifikats ist das Ziel dieser Schulung. Eine weitere Fortbildung für Abfallbeauftragte stellt die bereits im Deutschen Bundestag diskutierte Ersatzbaustoffverordnung im Rahmen der Mantelverordnung dar. Außerdem können Kurse wie „Maßnahmen zur Abfallvermeidung“ oder „Boden und Bodenluft (Sachkunde)“, bei dem es um die Probenahme von kontaminierten Böden und Altlastenverdachtsflächen geht, eine sinnvolle Weiterbildung in der Abfallwirtschaft sein.

 

Dank Weiterbildung erhalten Abfallbeauftragte neue Impulse

Wie wichtig die Arbeit von Abfallbeauftragten ist, wird allein daran deutlich, dass sie Kenntnis davon haben, wie beispielsweise Materialien entsorgt werden müssen, die mit dem gesundheitsgefährdenden Asbest belastet sind. Und um genau dieses Wissen noch einmal zu vertiefen und sich für derartige Tätigkeiten zu qualifizieren, ist eine spezifische Asbestschulung eine bedeutende Weiterbildung für Abfallbeauftragte. Denn nur wer mithilfe einer Sach- oder Fachkunde nachweisen kann, wie man ordnungsgemäß mit Asbest und Asbestzement umgehen muss, darf hier tätig werden. Eine mehr als sinnvolle Weiterbildung in der Abfallwirtschaft ist zum Beispiel die Erlangung des „großen Asbestscheins“, der dazu berechtigt, sämtliche Tätigkeiten in Verbindung mit Asbest übernehmen zu dürfen. Einer Fachkraft in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft stehen mithilfe einer Weiterbildung viele Türen offen, um sich beruflich weiter zu qualifizieren.

asbest schulung

 

 

Abfallbeauftragte: Spezialisierung

Fachqualifizierung Umweltbereich

Für die Abfallbeauftragten eines Betriebes oder einer Institution ist das Thema Weiterbildung ungemein wichtig, da sich Gesetze, Bestimmungen, Methoden und Techniken kontinuierlich verändern. Betriebsbeauftragte für Abfall sind dazu angehalten, sich in einer Vielzahl an Themen aus den Bereichen Entsorgung, Umwelt, Abfallwirtschaft und andere möglichst breit aufzustellen. Je nach Branche und Betrieb ist es allerdings empfehlenswert, wenn Abfallbeauftragte eine Spezialisierung vornehmen. Wer sich beispielsweise in den Bereichen Energieeffizienz, Methoden der Abfallbehandlung oder Sicherheitsvorschriften bei Abfällen spezialisieren will, wird sich dem steten Wandel und der immer neuen Erkenntnisse in diesen Thematiken nicht verschließen können. Daher sind Fortbildungsseminare ein elementarer Faktor für Abfallbeauftragte.

 

Spezialisierung – Abfallbeauftragte haben diverse Weiterbildungsmöglichkeiten

Bei der Bestellung zum Betriebsbeauftragten/zur Betriebsbeauftragtin für Abfälle ist es oftmals noch nicht klar, welche Schwerpunkte bei den künftigen Aufgaben gesetzt werden. Mit der Zeit kristallisieren sich die Kernthemen heraus und Abfallbeauftragte können ihre Spezialisierung voranbringen. Ist es für diese Tätigkeit wichtig, sich mit den Umweltschutzbestimmungen und Abfallgesetzen auszukennen, sollten entsprechende Schulungen gebucht werden. Sei es das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), die Sonderabfallverordnung (SAbfVO) oder die Richtlinie der Bund-/Länder-Arbeitsgemeinschaft (LAGA) – um die Vorgaben der Abfallgesetze umsetzen zu können, bedarf es häufig eine Wissensvermittlung in entsprechenden Fach-Schulungen. In unserer Akademie kann die Spezialisierung für Abfallbeauftragte auf den Weg gebracht werden, indem zum Beispiel LAGA PN-98-Seminare belegt werden.

 

Spezialisierungsmöglichkeiten für Betriebsbeauftragte für Abfall

Um noch tiefer in eine Materie einsteigen und sich weiteres Wissen aneignen zu können, macht es in jedem Fall Sinn, sich auf bestimmte Bereiche zu konzentrieren. Ziehen Abfallbeauftragte eine Spezialisierung in Betracht, spielen neben den bereits genannten Themen auch folgende Gebiete eine Rolle:

 

  • Umwelttechnik/Umweltschutztechnik
  • Recyclingtechnik
  • Ressourceneffizienz
  • Qualitätsmanagement.

 

Von Vorteil ist zudem, sich intensiv mit den Abfallgesetzen zu beschäftigen. Denn nur wer sich mit der Gesetzgebung in puncto Abfälle auskennt, handelt als bestellter Abfallbeauftragter im rechtssicheren Raum. Schauen Sie sich in unserem Schulungsprogramm um und prüfen Sie, welche Weiterbildungsmöglichkeit für Ihren Bereich für Sie infrage kommt.

 

 

Abfallbeauftragte: Gehalt

Gehalt Umweltbereich

Im bundesweiten Durchschnitt ist für Abfallbeauftragte ein Gehalt von rund 3.600 Euro brutto erwartbar. Wie in jeder Branche ist die Gehaltsfrage jedoch auch immer abhängig von mehreren Faktoren. Die Abfallbeauftragten im Süden Deutschlands verdienen durchschnittlich mehr als in anderen deutschen Regionen. So liegt ein Betriebsbeauftragter für Abfälle in Bayern durchschnittlich bei etwa 3.800 Euro und in Baden-Württemberg bei rund 3.900 Euro brutto im Durchschnitt. Abfallbeauftragte in Hessen (3.900 Euro), Hamburg (3.900 Euro), Nordrhein-Westfalen (3.700 Euro), Rheinland-Pfalz (3.600 Euro), Saarland (3.500 Euro), Bremen (3.500 Euro) und Berlin (3.400 Euro) sind gehaltstechnisch durchschnittlich genauso gut oder ähnlich gut aufgestellt. Aber auch Abfallbeauftragte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen liegen beim Gehalt bei rund 3.000 Euro brutto im Durchschnitt.

 

Wie Abfallbeauftragte ihr Gehalt steigern können?

Betriebsbeauftragte für Abfall gelten als Fachkraft in der Abfallwirtschaft sowie in anderen Branchen und werden entsprechend gut bezahlt. Da es hierbei keine duale Ausbildung gibt, ist unter anderem die Vorbildung ein Faktor in der Gehaltsfrage. Möchten beispielsweise Techniker aus der Labor- und/oder Verfahrenstechnik, Meister – Kreis- und Abfallwirtschaft sowie Absolventen eines Umwelttechnik-Studiums die Arbeit eines Abfallbeauftragten aufnehmen, ist die Chance groß, dass durch die vorherigen Qualifikationen mehr Gehalt verlangt werden kann. Es besteht jedoch stets die Möglichkeit, das Gehalt durch Weiterbildung und Spezialisierung zu steigern. Wenn sich Abfallbeauftragte in puncto Gehalt verbessern wollen, gibt es genügend Weiterbildungsmöglichkeiten, die dazu führen, dass man sich als Experte etabliert. Sei es das Absolvieren des „großen Asbestscheins“ oder das Belegen des Seminars „Einführung in die Ersatzbaustoffverordnung im Rahmen der Mantelverordnung“ – Fortbildung, bestehendes Know-how und Erfahrung machen sich in der Regel immer bezahlt.

 

 

Abfallbeauftragte: Gesetze und Verordnungen

Gesetze Umweltbereich

Für Abfallbeauftragte sind Gesetze und Verordnungen der Abfallwirtschaft ein wichtiger Bestandteil ihres Arbeitsalltags. Da es nicht nur Abfall gibt, den man ohne Weiteres entsorgen kann, sondern auch gefährliche Abfälle dabei sind, die mitunter die Umwelt belasten, müssen gesetzliche Regelungen her. Für die Tätigkeit des Abfallbeauftragten ist das Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen – auch als Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) bekannt – sowie die Verordnung über Betriebsbeauftragte für Abfall – auch bekannt als Abfallbeauftragtenverordnung (AbfBeauftrV) – die wohl wichtigsten rechtlichen Regelungen.

 

Weitere ausschlaggebende Richtlinien, Gesetze und Verordnungen für Abfallbeauftragte

Neben dem KrWG und der AbfBeauftrV ist es für Abfallbeauftragte ebenfalls wichtig, dass sie Kenntnis über die Regelungen für die Verwertung von mineralischen Abfällen besitzen. Soll heißen, betreffen die Tätigkeiten des Betriebes unter anderem das Asbest-Umfeld, ist es sinnvoll mithilfe einer Asbestschulung alles über die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) in Erfahrung zu bringen. Bei einer Schulung zum „kleinen oder großen Asbestschein“ werden beispielsweise weitreichende Kenntnisse zu den TRGS 519 vermittelt. Darüber hinaus sind für Abfallbeauftragte folgende Gesetze und Verordnungen wichtig für die tägliche Arbeit:

 

  • Sonderabfallverordnung (SAbfVO)
  • Umweltmanagementgesetz (UMG)
  • Umweltverträglichkeitsgesetz (UVP-G)
  • Ersatzbaustoffverordnung (EBV)
  • Umweltinformationsgesetz (UIG).

 

Eine eingehende Schulung zur „Einführung in die Ersatzbaustoffverordnung im Rahmen der Mantelverordnung“ bietet die Deutsche Umweltakademie an. Informieren Sie sich auf unserer Schulungsseite und nutzen Sie dieses Seminar zur gezielten Weiterbildung.  

 

 

Abfallbeauftragte: Ausbildung

ausbildung umweltakademie

Obwohl diverse Branchen und Bereiche aufgrund ihres Arbeitsumfeldes verpflichtet sind, Betriebsbeauftragte für Abfälle zu beschäftigen, gibt es für sogenannte Abfallbeauftragte keine typische Ausbildung. Benötigen Unternehmen oder Institutionen einen Abfallbeauftragten, wird oftmals eine qualifizierte Person aus den eigenen Reihen bestimmt, die sich dann jedoch entsprechend weiterbilden muss – hierbei spricht man von der Bestellung zum Abfallbeauftragten oder Betriebsbeauftragten für Abfall.

 

Aus-/Weiterbildung zum Abfallbeauftragten

Mithilfe von Schulungen und entsprechenden Vorkenntnissen in den Bereichen Umwelttechnik/Umweltschutz, Verfahrenstechnik und Entsorgungstechnik besteht die Möglichkeit, sich zum Abfallbeauftragten weiterzubilden. Entweder belegen Anwärter*innen ein Seminar zum Betriebsbeauftragten für Abfall oder sie werden von der Behörde oder vom Unternehmen bestimmt. In der Regel finden Umweltschutz-Techniker (Labor- und Verfahrenstechnik), Umweltschutz-Fachwirte, Meister*innen aus der Abfall- und Kreislaufwirtschaft sowie Absolventen der Studienfächer Umwelttechnik, Umweltwissenschaft, Verfahrenstechnik und Entsorgungstechnik den Weg zum Abfallbeauftragten.   

 

Wo werden Abfallbeauftragte eingesetzt?

Da unter anderem Deponien, Krankenhäuser und Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen nach § 2 der Abfallbeauftragtenverordnung dazu verpflichtet sind, Abfallbeauftragte zu beschäftigen, werden diese Einrichtungen und Unternehmen großes Interesse daran haben, dass die bestellten Betriebsbeauftragten für Abfälle gut ausgebildet sind. In diesem Fall stellen für Abfallbeauftragte die beste Ausbildung das Belegen von hochwertigen Schulungen dar. In unserer Akademie stehen für Abfallbeauftragte folgende Seminare beziehungsweise Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung: