Bodenprobenahme: Korrekte Durchführung

Die korrekte Durchführung einer Bodenprobenahme ist essentiell für eine aussagekräftige Bodenanalyse. Eine Bodenanalyse ermittelt, wie es um Ihren Boden beschaffen ist. Wie ist der probenahme boden bodenluftNährstoffgehalt, welche Schadstoffe finden sich eventuell im Boden? Es gibt viele verschiedene Formen der Bodenprobenahme, abhängig davon, auf was man diesen genau untersuchen will.

Damit die Bodenanalyse bestmöglich ausgewertet werden kann, muss die Bodenprobenahme in jedem Fall nach vorgegeben Schritten erfolgen, um Fehlerquellen zu vermeiden.

Optimale Herangehensweise Bodenprobenahme

Eine Bodenprobenahme ist zu jeder Zeit im Jahr durchführbar. Je nachdem, was für eine Beprobung vorgenommen werden soll, ist es wichtig, entsprechende Bedingungen zu schaffen. Für eine Haufwerksbeprobung, die im Zuge einer Probenahme nach der Richtlinie LAGA PN 98 durchgeführt wird, werden andere Utensilien benötigt als für eine Probenahme der Bodenluft.

 

» Erfahren Sie hier mehr über die LAGA PN 98 Probenahme und die Probenahme Boden und Bodenluft.

 

Eine einfache Form der Bodenprobenahme ist die der Probenahme des Gartenbodens. Für ein optimales Ergebnis ist die Vorgehensweise der Anfertigung einer Mischprobe aus mehreren entnommenen Einzelproben die Beste. Dabei wird die Probe bestenfalls im Wurzelbereich der Pflanze, deren Boden beziehungsweise deren Erde Sie untersuchen wollen.

Dafür wird benötigt:

  • 1 Spaten → mit diesem wird eine ca. 10 cm dicke Schicht Erde aus dem Boden entnommen
  • 1 Löffel → mit ihm wird die Erde beziehungsweise das Bodenmaterial entnommen, das zuvor mit dem Spaten angestochen wurde
  • 1 Probenahmebeutel → in diesen wird etwa eine Handvoll des Bodenmaterials gegeben

In fünf Schritten zur Bodenprobenahme!

  1. Zu Beginn müssen die Punkte der Bodenprobenahme gewählt werden. Dies ist wichtig, um aus den Einzelproben eine Mischprobe zu erstellen. Wird nur eine Einzelprobe benötigt, so wird diese bestenfalls nur von genau einer Stelle entnommen. Wird eine Mischprobe angefertigt, so kann ein repräsentatives Ergebnis erhalten werden, wenn mindestens vier Einzelproben verwendet werden. Es gibt auch die Möglichkeit, wesentlich mehr Einzelproben zu entnehmen.

 

Zu beachten! Die Beprobung sollte keinesfalls am Wegesrand oder nahe am Kompost durchgeführt werden. Wenn große Flächen des Bodens untersucht werden, so erfolgt die Probenahme am besten im Zick-Zack-Muster, bei schmalen Flächen reicht es, wenn die Probenahmepunkte aus einer diagonalen Linie ausgesucht werden.

 

  1. Die relevanten Daten werden am besten in einem Probenbegleitschein dokumentiert.
  2. Alle Utensilien sollte vor der Durchführung der Probenahme zurechtgelegt werden. Diese werden sein: 1 Spaten, 1 Löffel, 1 Eimer (in jedem Fall sauber!), evtl. noch eine kleine Schaufel.
  3. Nach der Auswahl der Probenahmepunkte ist es an der Zeit die Proben zu nehmen. Dabei kann die Orientierung anhand der Schritte A, B und C erfolgen!

A: Die Entnahmetiefe muss festgelegt werden. Diese unterscheidet sich je nachdem, ob die Beprobung im Rasen, Beerenobst, Gemüse und andere erfolgt. Die Probe wird im Wurzelbereich der Pflanze entnommen, falls möglich.

➨ Bei Rasen sollte die Entnahmetiefe 8-10 cm betragen, bei Beerenobst, Gemüse und Blumen 20-30 cm.

 

B: Jetzt erfolgt die eigentliche Bodenprobenahme: Mit dem Spaten wird die Erde etwas angehoben sodass eine Kante entsteht. Im Folgenden wird genau dort eine 10 cm dicke Erdschicht abgestochen und mit einem Löffel (möglichst mittig) einen Abstrich der Erde entnommen. Der Erdabstrich wird in den Eimer gegeben. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass dieser sauber ist.

➨ Um eine Mischprobe zu erhalten, wird diese Tätigkeit an den Entnahmestellen wiederholt, die zuvor gewählt wurde.

 

C: Die Mischprobe kann erzeugt werden, indem die Proben entweder mit der Hand oder mit einer kleinen Schaufel vermischt werden. Gibt es nur eine Einzelprobe zu analysieren, entfällt dieser Schritt.

 

Schulungen Bodenprobenahme

Die Deutsche Umweltakademie bietet verschiedene Schulungen zum Thema Bodenprobenahme an. Die LAGA PN 98 Schulung vermittelt Ihnen die nötigen Kenntnisse für die Beprobung von festem Abfall wie beispielsweise Bauschutt. Bei der Schulung Boden und Bodenluft erlernen Sie die korrekte Vorgehensweise bei der Probenahme von kontaminierten Böden und Altlastenverdachtsflächen.

» Klicken Sie hier, um sich zu einer Schulung anzumelden und einen entsprechenden Sachkundenachweis zu erhalten.