Erfahren Sie, welche Weiterbildungen für Landwirte gefragt sind – von moderner Agrartechnik, Pflanzenbau und Tierhaltung bis zu Umweltschutz, Bodenschutz, Naturschutz und Ökolandbau. Informieren Sie sich über Karriere- und Gehaltschancen, gesetzliche Anforderungen und aktuelle Trends in nachhaltiger Landwirtschaft, Tierwohl und Ressourcenmanagement. Zudem erhalten Sie Einblicke in Perspektiven in Agrarbetrieben, Agrarunternehmen und Umwelt- und Landwirtschaftsbehörden.

Landwirt Weiterbildung

Inhalt

Icon Warum Weiterbildung?

Warum ist eine Weiterbildung für Landwirte interessant?

Landwirte verfügen über fundiertes Wissen in PflanzenbauTierhaltungBodenkundeLandtechnik und Betriebsorganisation. Sie bewirtschaften Flächen, versorgen Tiere und setzen moderne Maschinen sowie digitale Verfahren ein. Eine gezielte Weiterbildung bietet die Chance, mehr Verantwortung zu übernehmen, den Betrieb weiterzuentwickeln oder neue Tätigkeitsfelder zu erschließen – etwa als MeisterTechnikerAgrarmanager oder im Bereich Ökolandbau und Nachhaltigkeit.

  • Mehr Verantwortung: Qualifikationen in Betriebsführung, Agrartechnik oder Tier- und Pflanzenmanagement stärken Führungs- und Entscheidungsaufgaben. 
  • Attraktive Karrierechancen: Einsatz in Landwirtschaftsbetrieben, Agrarhandel, Maschinen- und Technikdienstleistern, Behörden oder Beratungseinrichtungen. 
  • Gehalt & Anerkennung: Aufstiegsfortbildungen und Spezialabschlüsse erhöhen wirtschaftliche Stabilität und Verdienstpotenzial. 
  • Zukunftssicherheit: Themen wie Nachhaltigkeit, Regenerative Landwirtschaft und Ressourcenschutz gewinnen weiter an Bedeutung – qualifizierte Fachkräfte sind gefragt. 
Gehalt

Landwirt: Gehalt

Das Einkommen von Landwirten variiert je nach Betriebsform, Region, Verantwortung und Berufserfahrung. Im Durchschnitt liegt das monatliche Bruttogehalt bei ca. 2.800 bis 3.800 Euro. Mit zunehmender Erfahrung, Spezialisierungen und Leitungsaufgaben – etwa als VorarbeiterBetriebsleiterMeister oder Agrartechniker – sind 4.000 Euro brutto und mehr realistisch.
Wer sich durch Weiterbildungen qualifiziert – zum Beispiel zum Landwirtschaftsmeisterstaatlich geprüften Techniker AgrarwirtschaftAgrarbetriebswirt oder in Bereichen wie TierwohlPflanzenbau oder Umwelt- und Ressourcenschutz – verbessert seine Karriere- und Einkommenschancen deutlich.
Auch ein weiterführendes Studium, etwa in AgrarwissenschaftenAgrarmanagementTierwissenschaften oder Nachhaltige Landwirtschaft, eröffnet Zugang zu verantwortungsvollen Positionen in BetriebsführungBeratungForschungLandtechnikindustrie oder Landwirtschaftsbehörden

Icon Berufsbezogene Weiterbildung

Berufsbezogene Weiterbildung für Landwirte: Neue Chancen in Landwirtschaft, Agrartechnik und nachhaltiger Produktion

Eine gezielte Weiterbildung hilft Landwirten, ihr Fachwissen zu vertiefen, moderne Verfahren einzusetzen und beruflich weiterzukommen. Dafür stehen verschiedene Wege offen – von praxisnahen Spezialisierungen und Zertifikatskursen bis zu staatlichen Aufstiegsfortbildungen oder einem Studium.
Ein Studium, z. B. in AgrarwissenschaftenTierwissenschaftenAgrarmanagement oder Nachhaltiger Landwirtschaft, vertieft die beruflichen Grundlagen und ermöglicht Spezialisierungen in Bereichen wie PflanzenbauTierhaltungBetriebsführung oder Umweltschutz.
Staatliche Hochschulen erheben meist nur geringe Semesterbeiträge, während private Anbieter höhere Kosten haben. Förderungen wie Aufstiegs-BAföG, Stipendien oder Bildungsfonds können genutzt werden.
Besonders beliebt sind berufsbegleitende Weiterbildungen, die sich flexibel in den Arbeitsalltag integrieren lassen – ideal für Landwirte, die sich weiterqualifizieren möchten, ohne den Betrieb zu verlassen.

Spezialisierung

Spezialisierungen für Landwirte

Landwirte können ihr berufliches Profil durch gezielte Spezialisierungen schärfen und sich für zukunftsrelevante Bereiche der Landwirtschaft qualifizieren. Solche Vertiefungen eröffnen attraktive Perspektiven in landwirtschaftlichen Betrieben, Agrarunternehmen, Beratung, Technikdienstleistungen und Behörden: 

  • Pflanzenbau & Ackerbau: Vertiefung in Sortenwahl, Pflanzenschutz, Bodenbearbeitung, Düngung und Präzisionslandwirtschaft. Einsatz in Ackerbaubetrieben, Pflanzenbauberatung oder Saatgut- und Düngemittelunternehmen. 
  • Tierhaltung & Tierwohl: Spezialisierung auf Fütterung, Zucht, Stallmanagement, Tiergesundheit und Tierwohlstandards. Tätigkeiten in Tierhaltungsbetrieben, Zuchtorganisationen oder Futtermittelunternehmen. 
  • Agrartechnik: Fokus auf moderne Maschinen, Sensorik, Automatisierung und Datenmanagement. Perspektiven bei Landtechnikherstellern oder Lohnunternehmen. 
  • Nachhaltigkeit & Ökolandbau: Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung, Förderung von Biodiversität, Klimaanpassung und Ressourcenschutz. Einsatzmöglichkeiten im Ökobetrieb, Naturschutzprojekten oder Agrarförderung.
Zusatzqualifikation

Zusatzqualifikationen – Ihr Schlüssel zum nächsten Karriereschritt

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Landwirt haben Sie die Basis für eine erfolgreiche Laufbahn in der Agrarwirtschaft gelegt. Durch gezielte Zusatzqualifikationen und praxisnahe Zertifikatslehrgänge erweitern Sie Ihr Fachwissen, erhöhen Ihre Handlungssicherheit im Betrieb und qualifizieren sich für anspruchsvollere Aufgaben in Produktion, Technik oder Betriebsführung. So stärken Sie Ihre Kompetenzen, übernehmen mehr Verantwortung und eröffnen sich neue Perspektiven – etwa in BetriebsleitungAgrartechnikTier- und Pflanzenmanagement oder nachhaltiger Landwirtschaft.

Ihre Optionen als Landwirte im Überblick:

LAGA PN 98 Sachkunde-Schulung

Vertiefen Sie Ihr Wissen in Umweltanalytik und in der Probenahme von Böden und Abfällen. Diese anerkannte Qualifikation befähigt zur fachgerechten Entnahme und Dokumentation fester Proben – ein wertvolles Plus bei Bodenuntersuchungen, Altflächen und in der Qualitätssicherung auf landwirtschaftlichen Betrieben. 
➡ Mit diesem Zertifikat positionieren Sie sich als Fachkraft für Probenahme und Umweltanalytik.

Kleiner Asbestschein

Unverzichtbar bei Rückbau- oder Bodenarbeiten auf älteren Hofanlagen, insbesondere bei Sanierungen von Wirtschaftsgebäuden oder belasteten Flächen. Der Nachweis erlaubt den sicheren Umgang mit asbesthaltigen Materialien und sorgt für Rechtssicherheit bei Arbeiten am Betrieb. 
➡ Oft eine Grundvoraussetzung für Sanierungs- und Erdarbeiten auf landwirtschaftlichen Gebäuden und Flächen.

Großer Asbestschein

Vermittelt umfassende Kenntnisse zu Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit Asbest. Besonders relevant für Landwirte, die Gebäude sanieren oder bauliche Maßnahmen am Betrieb begleiten. 
➡ Grundlage für verantwortungsvolle Aufgaben im Bereich Gebäudesanierung und Umweltschutz.

PFAS-Schulung – Unsichtbare Gefahren erkennen

PFAS zählen zu den größten aktuellen Herausforderungen im Boden- und Gewässerschutz. Diese Schulung vermittelt, wie Belastungen erkannt, Proben fachgerecht entnommen und Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. 
➡ Eine zukunftsorientierte Spezialisierung – ideal für Landwirte, die im Bereich Bodenschutz oder Wasserqualität Verantwortung tragen.

Ersatzbaustoffverordnung (EBV) – Grundlagenkurs

Erweitern Sie Ihr Wissen zu Kreislaufwirtschaft, Bodenverwertung und nachhaltigem Bauen. Der Kurs vermittelt, wie Materialien fachgerecht wiederverwendet und Umweltbelastungen reduziert werden können. 
➡ Stärkt Ihr Profil im Bereich nachhaltiger Wege-, Hof- und Flächenbau sowie Ressourcenmanagement am Betrieb.

VDI-Schulungen (z. B. 2047, 6022, 6023)

  • VDI 2047 – Kühlturme: vermittelt Know-how für den sicheren Betrieb von Rückkühlwerken und Verdunstungskühlanlagen, inklusive Legionellenprävention.
  • VDI 6022/6023 – Hygieneschulungen: Hygieneschulungen mit Fokus auf Trinkwasser- und Raumluft-Hygiene.

➡ Relevante Zusatzqualifikationen für Landwirte mit technischen Anlagen der Wasser- bzw. Lüftungstechnik.

Abwasser-Probenahme-Schulung – Fachkunde

Praxisnahe Schulung zur fachgerechten Entnahme von Abwasserproben, inklusive rechtlicher Vorgaben, Qualitätssicherung und Hygienestandards. 
➡ Mit diesem Zertifikat belegen Sie Ihre Fachkompetenz im Gewässer- und Umweltschutz am landwirtschaftlichen Betrieb.

AwSV-Grundlagenkurs (Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen)

In diesem Kurs lernen Sie die aktuellen Vorschriften der AwSV und des Wasserhaushaltsgesetzes kennen. Regelmäßige Auffrischungen sichern die Rechtssicherheit bei Lagerung und Umgang mit Betriebsmitteln wie Diesel, Ölen oder Pflanzenschutzmitteln. 
➡ Das Zertifikat bestätigt Ihre Expertise im vorbeugenden Gewässerschutz und Betriebsmittelmanagement.

Grundlagen des Wasserrechts

Diese Schulung vertieft Ihr Wissen über die rechtlichen Rahmenbedingungen des Gewässerschutzes – von Genehmigungsverfahren bis zum Besorgnisgrundsatz. Besonders wertvoll für Betriebe mit Tierhaltung, Lager- und Ausbringungstechnik. 
➡ Eine Zusatzqualifikation, mit der Sie Ihr Profil für verantwortungsvolle Aufgaben im Natur- und Gewässerschutz schärfen.

Gesetze Richtlinien

Gesetze, Richtlinien und Verordnungen für Landwirte

Für Landwirte bilden Gesetze, Richtlinien und Verordnungen eine zentrale Grundlage der täglichen Arbeit. Sie regeln unter anderem den Umgang mit Boden, Tieren, Pflanzen, Betriebsmitteln und Wasser, die Anforderungen an Tierhaltung und Lageranlagen, den Umweltschutz sowie die Sicherheit von Beschäftigten und Arbeitsprozessen auf dem Hof.
Zu den wichtigsten gesetzlichen Regelwerken gehören das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), das Wasserhaushaltsgesetz (WHG), das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG), das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Je nach Betriebsform spielen außerdem Tierschutzgesetz (TierSchG) und Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) eine bedeutende Rolle. Sie gewährleisten den Schutz von Natur, Ressourcen, Beschäftigten und Tieren in landwirtschaftlichen Betrieben. Darüber hinaus gelten zahlreiche technische und fachliche Regelwerke, etwa die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) und Vorgaben zur Lagerung wassergefährdender Stoffe (AwSV).

Ausbildung

Landwirt: Ausbildung

Der Einstieg in den Beruf erfolgt über eine dreijährige duale Ausbildung zum Landwirt. Sie findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt und schließt mit einer Abschlussprüfung ab.
Voraussetzungen: Empfohlen wird ein mittlerer Schulabschluss oder ein guter Hauptschulabschluss. Wichtig sind Interesse an Natur, Landwirtschaft und Technik, Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Tieren und Maschinen, handwerkliches Geschick sowie körperliche Belastbarkeit, da die Arbeit häufig im Freien und zu saisonalen Spitzenzeiten stattfindet.
Ausbildungsinhalte: Vermittelt werden Kenntnisse in PflanzenbauTierhaltungFütterungBodenbearbeitungLandtechnikBetriebsorganisation und Vermarktung. Dazu gehören der Umgang mit modernen Maschinen und digitalen Systemen, Tier- und Pflanzengesundheit, Pflanzenschutz, Düngung sowie die Bewirtschaftung von Grünland- und Ackerflächen. Ergänzend lernen Auszubildende Arbeitsorganisation, Dokumentation und Grundlagen der Betriebsführung.
Perspektiven: Nach der Ausbildung arbeiten Landwirte in landwirtschaftlichen Familienbetrieben, Agrarunternehmen, Tierhaltungs- und Ackerbaubetrieben, Lohnunternehmen oder agrarnahen Dienstleistungsbetrieben. Mit Berufserfahrung und Weiterbildungen – etwa zum Landwirtschaftsmeisterstaatlich geprüften Techniker Agrarwirtschaft oder Agrarbetriebswirt – eröffnen sich attraktive Karrierechancen bis hin zur Betriebsleitung oder Selbstständigkeit. 

Schulungen, die für Landwirte interessant sind:

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Häufige Fragen und Antworten

Landwirte bewirtschaften landwirtschaftliche Flächen und sind für die Produktion pflanzlicher und tierischer Erzeugnisse verantwortlich. Dazu gehören Ackerbau, Tierhaltung, Pflege von Böden und Kulturen sowie der Einsatz moderner Landtechnik. Ziel ist es, Lebensmittel nachhaltig, wirtschaftlich und unter Berücksichtigung von Umwelt- und Tierschutz zu erzeugen.

Landwirte arbeiten überwiegend in landwirtschaftlichen Betrieben, entweder selbstständig oder angestellt. Darüber hinaus finden sie Beschäftigung in Agrarunternehmen, Genossenschaften, landwirtschaftlichen Beratungsstellen, Versuchsbetrieben oder im Umwelt- und Naturschutzbereich. Je nach Spezialisierung kann der Schwerpunkt auf Pflanzenbau, Tierproduktion oder Sonderkulturen liegen.

Für den Beruf ist in der Regel eine landwirtschaftliche Ausbildung oder ein entsprechendes Studium erforderlich. Wichtige Fähigkeiten sind praktisches und technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein, wirtschaftliches Denken sowie Interesse an Natur, Technik und nachhaltiger Bewirtschaftung. Zudem sind Belastbarkeit und Flexibilität wichtig, da Arbeitszeiten oft saisonabhängig sind.

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